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  • Juli
    • Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Erschienen bei Claassen 2022, 256 S.

      Vorgestellt von Ilse Ludolph

      Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee.

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    • Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie

      "Eine Frage der Chemie"

      von Bonnie Garmus, erschienen im Piper Verlag

      vorgestellt von Hannelore Schalk

      Elizabeth Zott ist nicht wie andere Frauen und passt so gar nicht in das Amerika der 50er-Jahre. Sie ist neugierig auf die Welt und will als Chemikerin forschen und Neues entdecken. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, denn die Männerwelt will sich von ihr nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. So werden ihr jede Menge Steine in den Weg gelegt, sie wird gemobbt und gedemütigt, ihre Forschungsergebnisse werden gestohlen, am Ende wird sie sogar vergewaltigt. Aber sie gibt nicht auf und trotzt allen. Als sie die Liebe ihres Lebens kennenlernt, einen erfolgreichen und anerkannten Chemiker, der sie unterstützt und ihre Arbeit wertschätzt, scheint alles perfekt. Doch das Glück ist von kurzer Dauer... 

      Warum wir Elizabeth Zott Jahre später als erfolgreiche Fernsehköchin wiedersehen, warum das weibliche Publikum sie liebt, warum ihr Hund Halbsieben heißt und warum ihre sehr eigenwillige Tochter Madeleine ihr ein und alles ist, wird hier nicht verraten, denn das muss man unbedingt selbst lesen! Weil es allerbeste, kluge und witzige Unterhaltung ist. Ein großartiges Buch über eine ungewöhnliche, furchtlose und bemerkenswerte Frau, aber auch über die Frauen- und Männerwelt in der Mitte des letzten Jahrhunderts.  

      Geschrieben in einem ganz eigenen Tonfall, voller Witz und trockenem Humor, geistreich und warmherzig – mit einem Wort: ein Buch, dass man lieben wird und dessen unvergleichliche Protagonistin mich mehr als ein Buch lang begeistert hat. 

      Kauf bei Thalia

    • Philipp Spielbusch: Ich habe das Internet gelöscht

      Philipp Spielbusch: Ich habe das Internet gelöscht!


      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 20.01.2017
      Verlag: Rowohlt Taschenbuch

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      „Was haben Sie gemacht?“

      „Nix!“

      Diese Antwort kommt immer als erstes. Häufig so schnell, da habe ich das Wort „gemacht“ noch gar nicht ausgesprochen. Die Kunden klingen dann wieder wie Schüler, die vom Lehrer beim Rauchen erwischt wurden und so tun, als wäre nichts gewesen, während ihnen die Wölkchen aus Nase und Ohren puffen.

      Wenn der Familienrechner den Geist aufgibt, beim Autohändler der Internetzugang nicht mehr funktioniert oder sich ältere Damen plötzlich ins Abenteuer Photoshop stürzen und dabei so munter wie schamfrei pikante Bilder öffnen, ist Computer-Experte Philipp Spielbusch zur Stelle. Dabei erlebt er Erstaunliches: Denn zu seinem Job gehört nicht nur die therapeutische Begleitung eines Verschwörungstheoretikers, der panische Angst vor dem großen Lauschangriff hat, sondern auch betreutes Klicken für cholerische Kunden, wenn sich am Rechner mal wieder – ganz ohne eigenes Zutun! – alles komplett verstellt hat.

      Ein schelmischer Blick auf die komplizierte Beziehung zwischen Mensch und Technik.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

      Kauf bei Thalia

    • Jochachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet

      Joachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet

      Erschienen: Köln : Kiepenheuer & Witsch, 2020. - 320 Seiten
      Einband: fest gebunden

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Was passiert, wenn man durch einen gesundheitlichen Einbruch auf einen Schlag aus dem prallen Leben gerissen wird? Kann das Erzählen von Geschichten zur Rettung beitragen? Und kann Komik heilen? Nachdem der Erzähler Joachim Meyerhoff aus so unterschiedlichen Lebenswelten berichtet hat wie einem Schüleraustausch in Laramie, Amerika, dem Aufwachsen auf einem Psychiatriegelände, der Schauspielschule und den liebesverwirrten Jahren in der Provinz, gerät der inzwischen Fünfzigjährige in ein Drama unerwarteter Art. Er wird als Notfall auf eine Intensivstation eingeliefert. Er, der sich immer durch körperliche Verausgabung zum Glühen brachte, die blonde Bombe«, für die Selbstdetonationen ein Lebenselixier waren, liegt jählings an Apparaturen angeschlossen in einem Krankenhausbett in der Wiener Peripherie. Doch so existenziell die Situation auch sein mag, sie ist zugleich auch voller absurder Begebenheiten und Begegnungen. Der Krankenhausaufenthalt wird zu einer Zeit voller Geschichten und zu einer Zeit mit den Menschen, die dem Erzähler am nächsten stehen...

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      Ausleihe bei der Stadtbücherei Korbach

    • Tamar Noort: Die Ewigkeit ist ein guter Ort

      Tamar Noort: Die Ewigkeit ist ein guter Ort.

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 19.07.2022
      Verlag: Rowohlt Kindler
      Seitenzahl: 304

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Eine Geschichte über Festhalten und Loslassen, Himmel und Erde und das, was dazwischen ist.

      Elke ist eine junge Pastorin, die in Köln arbeitet. Als sie eines Tages einer alten Dame am Sterbebett das Vaterunser sprechen soll, kommt ihr kein Wort über die Lippen. Sie hat den Text vergessen, und zwar sämtlicher Gebete. Ist das Gottdemenz?

      Elke beschließt, in die norddeutsche Provinz zu fahren, an den Ort ihrer Kindheit. Doch auch nach all den Jahren fühlt es sich seltsam an, mit ihren Eltern am Esstisch zu sitzen, wenn der vierte Platz leer bleibt. Elke trifft Eva wieder, die ehemalige Freundin ihres Bruders, der damals zu weit im See hinausschwamm. Und während sie am Ufer sitzt und aufs Wasser schaut, ahnt Elke, wo sie beginnen muss, nach den verloren gegangenen Worten zu suchen.

      Ein hinreißender Roman voller Leichtigkeit und Tiefe, wortgewandt und fantasievoll. Für einen Auszug aus diesem Debüt gewann Tamar Noort den Hamburger Literaturpreis.

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  • Juni
    • Ralf Langroth: Die Akte Adenauer

      für Sie gelesen von Hannelore Schalk

      Ralf Langroth: Die Akte Adenauer. Rowohlt 2021. 395 S.

       

      Die dunklen Geheimnisse einer jungen Demokratie. Die Entstehung des BKA. Das biedere Rheinland als Hitzekessel der Mächte, auf das der Schatten des Kalten Krieges fällt.

      Mitten im Wahlkampf 1953 wird Philipp Gerber Kriminalhauptkommissar beim BKA. Seine Aufgabe: den Mord an seinem Vorgänger aufzuklären. Sein Geheimnis: Wie der Ermordete ist Gerber Agent der Amerikaner. Gemeinsam mit der Journalistin Eva Herden findet er heraus, dass die rechtsgerichteten «Wölfe Deutschlands» noch aktiv sind. Um ein Zeichen gegen den Kommunismus setzen, wollen sie einen der führenden linken Politiker töten. Bundeskanzler Adenauer persönlich betraut Gerber mit der Aufgabe, seinen Kontrahenten zu beschützen …

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Oliver Pötzsch: Das Buch des Totengräbers

      für Sie gelesen von Hannelore Schalk

      Oliver Pötzsch: Das Buch des Totengräbers-. Ullstein 2021. 447 S.

       

      Wien, 1893. Als Totengräber kennt sich Augustin Rothmayer bestens mit dem Tod aus. Nun bittet Inspektor von Herzfeldt den Alten um Hilfe: Mehrere Dienstmädchen wurden gepfählt, eine alte Methode, um Untote unter der Erde zu halten. Treibt ein Serienmörder sein Unwesen? Totengräber-Serie, Band 1.

       

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Emmanuel Carrére: Yoga

      für Sie gelesen von Marie-Luise Lindenlaub

      Emmanuel Carrére: Yoga. Matthes & Seitz 2022. 341 S.

       

      Alles beginnt gut: Emmanuel Carrère erfreut sich eines gelungenen Lebens und plant ein feinsinniges Büchlein über Yoga. Heiter und sachkundig will er seine Erkenntnisse über die »inneren Kampfkünste« darlegen, die er er seit einem Vierteljahrhundert praktiziert. Bei seinen Recherchen in einem Meditationszentrum läuftt noch alles bestens, doch dann wird er eingeholt: vom Tod eines Freundes beim Anschlag auf Charlie Hebdo, von unkontrollierbarer Leidenschaft , Trennung und Verzweiflung. Sein Leben kippt, eine bipolare Störung wird diagnostiziert und Carrère verbringt vier quälende Monate in der Psychiatrie, wo er versucht, seinen Geist mit Gedichten an die Leine zu legen. Entlassen und verlassen lernt er auf Leros in einer Gruppe minderjähriger Geflüchteter ganz anders Haltlose kennen, aber findet auch Trost durch Musik und Gespräch. Zurück in Paris stirbt sein langjähriger Verleger, und doch gibt es am Ende auch wieder Licht. Denn Yoga ist die Erzählung vom mal beherrschten, mal entfesselten Schwanken zwischen den Gegensätzen. Durch eine schonungslose Selbstanalyse zwischen Autobiografie, Essay, Chronik und Roman gelingt Carrère der Zugang zu einer tieferen Wahrheit: was es heißt, ein in den Wahnsinn der heutigen Welt geworfener Mensch zu sein.

       

       

      Ausleihe in der Stadtbücherei

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    • Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

      für Sie gelesen von Marie-Luise Lindenlaub

      Katerina Poladjan: Zukunftsmusik. S. Fischer 2022. 185 S.

       

      In der sibirischen Weite, tausende Werst östlich von Moskau, leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin unter dem bröckelnden Putz einer vergangenen Zeit. Es ist der 11. März 1985, Beginn einer Zeitenwende, von der noch niemand etwas ahnt. Alle gehen ihrem Alltag nach. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen. Ein großer Roman über vier Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Heute: Was tun?

       

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  • Mai
    • Gregor Sander: Lenin auf Schalke

      Einband

      Gebundene Ausgabe

      Verlag

      Penguin


      Auf der Suche nach dem Osten im Westen - Gregor Sander in Gelsenkirchen

      Seit dreißig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Dreht und wendet die Ostdeutschen wie Schnitzel in der Pfanne. Es ist an der Zeit zurückzugucken. „Sander du musst in den Westen“, mit diesen Worten seines besten Freundes Schlüppi beginnt die Reise von einer goldenen Pommesbude in Ostberlin nach Gelsenkirchen. Sander wohnt hier bei Zonengabi im Glück (BRD) und ihrem Freund Ömer in einem alten Bergmannshaus. Er versucht sich zu orientieren zwischen alten Abraumhalden, nagelneuen Leninskulpturen und einer Vergangenheit, die 1000 Meter unter der Erde liegt.

      Gregor Sander, eine der wichtigsten Stimmen der gesamtdeutschen Literatur, nimmt uns in »Lenin auf Schalke« mit dorthin, wo der Westen arm dran ist. Keine Zeche mehr, keine Kokerei und kein Stahlwerk, die Ruhrpottluft dank Arbeitslosigkeit gereinigt und auch Schalke 04 ist inzwischen zweitklassig. Hintersinnig, klug beobachtend und mit humorvollem Ernst erzählt Sander von einem Ort, der in allen Negativstatistiken führt: ärmste Stadt Deutschlands, höchste Arbeitslosigkeit, geringstes Pro-Kopf-Einkommen. Staunend entdeckt Sander eine Welt, die von der alten Bundesrepublik vergessen wurde. Nur ist Gelsenkirchen deshalb wirklich der Osten im Westen?

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    • Sofi Oksanen: Hundepark

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 13.01.2022
      Verlag:Kiepenheuer & Witsch
      Seitenzahl: 480
      Übersetzer: Angela Plöger

      Die preisgekrönte finnische Bestsellerautorin Sofi Oksanen führt uns in die Welt reicher Europäerinnen, die auf Kosten ärmerer Frauen aus dem Osten oder in den Entwicklungsländern, die in ihrer Not keine Wahl haben, ihren Kinderwunsch mit Eizellenspenden erfüllen. Ein Roman von großer politischer und moralischer Brisanz und literarischer Brillanz.

      Helsinki, 2016. Olenka sitzt auf einer Parkbank und beobachtet eine Familie: Mutter, Vater, zwei Kinder. Als sich eine Frau neben sie setzt, erschrickt sie; sie würde diese Frau überall wiedererkennen, denn Olenka hat ihr Leben zerstört. Und gewiss ist sie gekommen, um Rache zu nehmen. Für einen kurzen Moment sind sie hier zusammen – und schauen ihren eigenen Kindern, die nichts von ihrer Existenz ahnen, beim Spielen zu.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei
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    • Delphin de Vigan: Die Kinder sind Könige

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum:07.03.2022
      Verlag: DUMONT Buchverlag
      Seitenzahl:320
      Maße (L/B/H): 21/14,2/3,1 cm
      Gewicht: 468 g
      Übersetzer: Doris Heinemann

      Mélanie war als junges Mädchen ein großer Fan von Formaten wie ›Big Brother‹. Sie hatte stets davon geträumt, gesehen und berühmt zu werden. Jahre später, als Mutter zweier Kinder, ist es ihr gelungen: Sie ist eine erfolgreiche Youtuberin mit Tausenden von Followern. Objekt ihrer Videos und Posts sind ihre Kinder, die auf Schritt und Tritt gefilmt werden. Seit Kurzem kommt ihre kleine Tochter dem Filmen jedoch immer unwilliger nach. Mélanie tut das als eine Laune ab. Denn wie könnte man die unendliche Liebe, die ihnen aus dem Netz entgegenkommt, als Last empfinden? Kurz darauf verschwindet Kimmy nach einem Versteckspiel spurlos. Wie, fragt sich die ermittelnde Polizeibeamtin Clara, soll man einen Verdächtigen ausmachen bei einem Kind, das Tausende Menschen kennen und mehrfach täglich sehen? Schnell begreift sie, dass ihre Methoden der Ermittlung in der virtuellen Welt vollkommen nutzlos sind

       

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    • Martin Mosebach: Krass

      Einband: Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum: 26.01.2021

      Verlag: Rowohlt

      Seitenzahl: 528

      Maße (L/B/H): 21,1/13,2/4,5 cm

      Gewicht: 614 g


      Ralph Krass – so heißt ein verschwenderisch großzügiger Geschäftsmann, der Menschen mit kannibalischem Appetit verbraucht. Ist er unendlich reich oder nur ein Hochstapler, kalt berechnend, oder träumt er hemmungslos? Er will sich seine Gesellschaft kaufen, immer nur selbst der Schenkende sein. Als in Neapel Lidewine in seinen Kreis tritt – eben noch die Assistentin eines Zauberers, eine junge Abenteurerin –, bietet er ihr einen ungewöhnlichen Pakt an. Beobachtet wird das Ganze von seinem Sekretär, dem Pechvogel Dr. Jüngel, mit einem Blick voll Neid und Eifersucht. Aber erst nachdem die Gesellschaft von Herrn Krass durch einen Eklat auseinandergeflogen ist, gelingt es ihm, an seinem Zufluchtsort in der französischen Provinz, die Mosaiksteine des Geschehenen zu einem Bild zu ordnen – während Menschen wie der stumme Kuhhirte Toussaint, der Schuster Desfosses und Madame Lemoine mit ihren Wellensittichen ihm eine Ahnung davon vermitteln, wie alles mit allem rätselhaft zusammenhängt.

      «Krass», dieser atmosphärische, bildstarke Roman über das, was das Verstreichen von Zeit mit Menschen tut, ist zugleich Liebesroman und Geschichte über Verlust und magisches Wiederfinden – manchmal aufgehellt durch leisen Humor, aber vor allem dunkel und in dieser Dunkelheit ergreifend schön. Eine große Erzählung, die den Bogen von Neapel über Frankreich bis nach Kairo schlägt, und eines der fesselndsten, ja überraschendsten Bücher, die Martin Mosebach bisher geschrieben hat.

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    • Stefan Malinowski: Die Hohenzollern und die Nazis

      Einband: Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum: 27.09.2021

      Verlag: Propyläen

      Seitenzahl: 752

      Maße (L/B/H): 22,1/14,2/5 cm

      Gewicht: 856 g

      Gegen die Republik - Geschichte und Gegenwart der Hohenzollern

      Stephan Malinowski, einer der besten Kenner der deutschen Adelsgeschichte im 20. Jahrhundert, zieht in einer großen historischen Erzählung den Bogen über drei Generationen der Hohenzollern von 1918 bis in die Gegenwart und analysiert das antirepublikanische Milieu aus ebenso neuer wie origineller Perspektive.

      »Stephan Malinowskis brillantem Buch gelingt ein Gleichgewicht zwischen der forensischen Analyse individuellen Verhaltens und einem neuen Verständnis dafür, wie die giftige politische Kultur einer besiegten Monarchie dazu beitrug, die Demokratie in Deutschland zu zerstören.« Christopher Clark

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    • Axel Hacke: Ein Haus für viele Sommer

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Altersempfehlung: 0 - 99 Jahr(e)
      Verlag: Kunstmann, A

      Ein Haus im Süden, woanders sein und doch bei sich, das ist ein Traum, den viele träumen. Wer aber dann wirklich so ein Haus hat, hat andere Träume, Träume von … ja, vielleicht von Ferien?

      Axel Hacke erzählt in Ein Haus für viele Sommer von der Magie eines Ortes, an dem man eigentlich nicht sein müsste, aber doch unbedingt sein will. In seinen Geschichten geht es um die Menschen auf einer Insel, um die Landschaft dort, um Schlangen, Gottesanbeterinnen, Fakirtauben, Ziegen, Oliven und um einen Mann, der aus dem Ehebett heraus ein Wildschwein erschießt. Um Gedichte, die an Straßenecken hängen, und um die Geheimnisse eines alten Turms, den Torre, der für die, die ihn besitzen und in den Ferien bewohnen, Herausforderungen bereithält, mit denen sie nicht gerechnet hatten.
      In diesen Geschichten spürt man die Sommerhitze, den Sand unter den Füßen, die leichte Brise auf dem Meer. Der Blick wandert über den Olivenhain, er richtet sich auf den schönsten Sonnenuntergang der Welt und auf so seltsame Fragen wie die, was man eigentlich genau tut, wenn man nichts tut.
      Was sich entwickeln kann, wenn man einen Urlaubsort nicht nur als Urlaubsort sieht, den man betritt und wieder verlässt – als Erholungskulisse also –, sondern wenn man diesen Ort ernst nimmt und zu verstehen versucht, das macht die Magie dieses Buchs aus, das in den Lesern noch lange nachwirkt.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

      Kauf bei Thalia

    • Esther Kinsky: Rombo

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 14.02.2022
      Verlag: Suhrkamp

      Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Existenz, lässt sich die Sprache nicht so einfach finden.

      In Esther Kinskys neuem, noch vor Erscheinen preisgekrönten Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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  • April
    • Abbas Khider: Der Erinnerungsfälscher

      Erschienen bei Hanser 2022, 125 S.

      Vorgestellt von Hannelore Schalk.

      Said Al-Wahid hat seinen Reisepass überall dabei, auch wenn er in Berlin-Neukölln nur in den Supermarkt geht. Als er eines Tages die Nachricht erhält, seine Mutter liege im Sterben, reist er zum ersten Mal seit Jahren in das Land seiner Herkunft. Je näher er seiner in Bagdad verbliebenen Familie kommt, desto tiefer gehen die Erinnerungen zurück, an die Jahre des Ankommens in Deutschland, an die monatelange Flucht und schließlich an die Kindheit im Irak. Welche Erinnerungen fehlen, welche sind erfunden und welche verfälscht? Said weiß es nicht. Es ist seine Rettung bis heute. Eine Lebensgeschichte von enormer Wucht. In diesem bewegenden und poetischen Roman liegt der Klang eines ganzen Lebens.

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    • Kent Haruf: Ein Sohn der Stadt

      Verlag: Diogenes 2021, 288 S.

      Vorgestellt von Hannelore Schalk.

      Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen.

      Kauf bei Thalia

    • Julia Franck: Welten auseinander

      S. Fischer 2021, 268 S.

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub.

      Das Mädchen wird in Ostberlin geboren. Julia ist acht, als ihre Mutter sie und die Schwestern in den Westen, erst ins Notaufnahmelager Marienfelde und dann nach Schleswig-Holstein mitnimmt. In dem chaotischen Bauernhaus kann die Dreizehnjährige nicht länger bleiben und zieht aus, nach Westberlin. Neben der Sozialhilfe verdient die Schülerin Geld mit Putzen, sie lernt ihren Vater kennen und verliert ihn unmittelbar, macht ihr Abitur und begegnet Stephan, ihrer großen Liebe. Wenn sie sich erinnert, ist es Gegenwart.

      Kauf bei Thalia

    • Monika Helfer: Löwenherz

      Erschienen bei Hanser 2022, 192 S.

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Monika Helfer macht aus Lebenserinnerungen Literatur. Nach „Die Bagage“ und „Vati“: der neue Roman um eine Familie aus Vorarlberg

      Monika Helfer erinnert sich an ihren Bruder Richard. Seit dem Tod der Mutter wachsen sie und ihre Schwestern getrennt vom kleinen Bruder auf. Sie sehen sich selten, verlieren die Verbindung. Es ist die Zeit des Deutschen Herbstes. Richard ist da bereits ein junger Mann, von Beruf Schriftsetzer. Er ist ein Sonderling, das Leben scheint ihm wenig wichtig. Verantwortung übernimmt er nur, wenn sie ihm angetragen wird. So auch, als ihm auf merkwürdige Weise eine verflossene Liebe ein Kind überlässt, von dem er nur den Spitznamen kennt. Die unfreiwillige Vaterrolle gibt ihm neuen Halt, zumindest für eine Zeit. Ein inniges Portrait, eine Geschichte über Fürsorge, Schuldgefühle und Familienbande.

      Kauf bei Thalia

    • Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Erschienen bei Claassen 2022, 256 S.

      Vorgestellt von Anne Fuchs-Ganz

      Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee.

      Kauf bei Thalia

    • Natalie Amiri: Afghanistan

      Erschienen im Aufbau Verlag 2022, 255 S.

      Vorgestellt von Anne Fuchs-Ganz


      Was bedeutet die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung? Welcher Zukunft sehen die Frauen des Landes entgegen? 100 Tage nach der Machtübernahme reist SPIEGEL-Bestsellerautorin Natalie Amiri nach Afghanistan. Mit ihrem Buch verleiht sie Afghaninnen und Afghanen eine Stimme. »Natalie Amiri ist nicht nur Journalistin: Sie ist eine empathische Zuhörerin, eine anteilnehmende Beobachterin. Sie erstattet Bericht für Menschen, die genau dies nicht tun können, ohne dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So entsteht ein viel umfassenderes Bild von Afghanistan, als es jede News-Meldung je vermitteln könnte.«

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    • Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht

      Frankfurter Verlagsanstalt 2022, 825 S.

      Vorgestellt von Ilse Ludolph

      Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

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  • März
    • Julia Franck: Welten auseinander

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 13.10.2021
      Verlag: S. Fischer Verlag
      Seitenzahl: 368
      Maße (L/B/H): 20,6/13,2/3,8 cm
      Gewicht: 478 g

      Das Mädchen wird in Ostberlin geboren. Julia ist acht, als ihre Mutter sie und die Schwestern in den Westen, erst ins Notaufnahmelager Marienfelde und dann nach Schleswig-Holstein mitnimmt. In dem chaotischen Bauernhaus kann die Dreizehnjährige nicht länger bleiben und zieht aus, nach Westberlin. Neben der Sozialhilfe verdient die Schülerin Geld mit Putzen, sie lernt ihren Vater kennen und verliert ihn unmittelbar, macht ihr Abitur und begegnet Stephan, ihrer großen Liebe. Wenn sie sich erinnert, ist es Gegenwart.

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    • Monika Helfer: Löwenherz

      Monika Helfer erinnert sich an ihren Bruder Richard. Seit dem Tod der Mutter wachsen sie und ihre Schwestern getrennt vom kleinen Bruder auf. Sie sehen sich selten, verlieren die Verbindung. Es ist die Zeit des Deutschen Herbstes. Richard ist da bereits ein junger Mann, von Beruf Schriftsetzer. Er ist ein Sonderling, das Leben scheint ihm wenig wichtig. Verantwortung übernimmt er nur, wenn sie ihm angetragen wird. So auch, als ihm auf merkwürdige Weise eine verflossene Liebe ein Kind überlässt, von dem er nur den Spitznamen kennt. Die unfreiwillige Vaterrolle gibt ihm neuen Halt, zumindest für eine Zeit. Ein inniges Portrait, eine Geschichte über Fürsorge, Schuldgefühle und Familienbande.

      Ausleihe bei Stadtbücherei Korbach

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    • Andrea Camilleri: Das Ende des Fadens

      Andrea Camilleri: Das Ende des Fadens, Verlag Lübbe, 2022

      Das hat ihm gerade noch gefehlt: Auf Wunsch seiner Verlobten Livia soll Commissario Montalbano sich für einen feierlichen Anlass einen Anzug maßschneidern lassen. Doch die allseits hochverehrte Schneiderin Elena überzeugt ihn mit Effizienz und Charme. Am nächsten Tag findet man Elena tot in ihrem Atelier, erstochen mit einer Schneiderschere. Die widersprüchlichen Aussagen mehrerer Verdächtiger abzuwägen erinnert Montalbano bald an das Entwirren eines verhedderten Wollknäuels ...

      Ausleihe bei Stadtbücherei Korbach

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    • Miljeko Jergovic: Der rote Jaguar

      Miljenko Jergovic: Der rote Jaguar. Verlag Schöffling 2021, 192 S.

      Auf einer traumhaften Küstenstraße kreuzen sich zwei Lebenswege auf verhängnisvolle Weise: Zoran ist ein Serbe, der keiner sein will, seiner Heimatstadt Sarajevo den Rücken gekehrt hat und inzwischen in Wien lebt. Seit er nach einem Punkkonzert der Staatssicherheit berichten musste, verfolgt ihn die Scham über seine Schwäche. Erstmals nach langer Zeit ist er mit seiner Frau in einem roten Jaguar wieder in der alten Heimat unterwegs. Der Kroate Ante Gavran dagegen, der aus einfachen Verhältnissen zum General aufgestiegen ist, hält große Stücke auf sein Land. Voller Stolz verhilft er dem faschistischen Erbe der Ustascha mit Gewalt zur Geltung. Mitten in einem aufgeheizten Fußballspiel zwischen den beiden Nationen, das alle im Fernsehen verfolgen, läuft der Sohn des Generals auf die Straße. Direkt vor den Jaguar.
      Mit unbändiger Erzähllust und gewohnt kritischem Geist braust Miljenko Jergović in seinem neuen Roman in eine nahe Zukunft, in der die Geister des Nationalismus, die der Balkan rief, mithilfe von Fake News außer Rand und Band geraten sind.

      Ausleihe bei Stadtbücherei Korbach

      Kauf bei Thalia

    • Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum

      Verlag Suhrkamp 2021, 763 S.


      Nach dem Putsch 1971 hält das Militär nicht nur das Leben, sondern auch die Träume der Menschen in der Türkei gefangen. Künstlerinnen und Künstler, Linke, Intellektuelle fürchten um ihre Existenz; auch die Erzählerin, die aus Istanbul übers Meer nach Europa flieht. Im Gepäck: der Wunsch, Schauspielerin zu werden, und das unbedingte Verlangen, den so jäh gekappten kulturellen Reichtum ihres Landes andernorts bekannt zu machen und lebendig zu halten, ohne sich im »Tiergarten der Sprachen« auf die bloße Herkunft beschränken zu lassen. Und dort, inmitten des geteilten Berlin, auf den Boulevards von Paris, im Zwiegespräch mit bewunderten Dichtern und Denkern, findet sie sich schließlich wieder in der »Pause der Hölle«, in der Kunst, Politik und Leben uneingeschränkt vereinbar scheinen.

      Emine Sevgi Özdamars neuer Roman ist das vielstimmige Loblied auf ein Nachkriegseuropa, in dem es für kurze Zeit möglich schien, allein mit den Mitteln der Poesie Grenzen einzureißen. Er ist der sehnsuchtsvolle Nachruf auf die Freunde, Künstler, Bekanntschaften, die sie auf ihrem Weg begleiteten. Vor allem aber ist er die wortgewaltige Eröffnung eines Raums zwischen Bedrohung und Geborgenheit, eines von Schatten begrenzten Raums.

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    • Mixim Leo: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

      Verlag Kiepenhauer & Witsch 2022, 304 S.

      Plötzlich ein Held.

      SPIEGEL-Bestseller-Autor Maxim Leo erzählt von einem erfolglosen Berliner Videothekenbesitzer, der ungewollt zum Helden wird. Ein Mann, der den ungewohnten Ruhm genießt, bis die Liebe ins Spiel kommt und er sich entscheiden muss. Eine rasante, anrührende und ungemein vergnügliche Hochstaplergeschichte.

      Im September 2019 bekommt Michael Hartung Besuch von einem Journalisten. Der recherchiert über eine spektakuläre Massenflucht aus der DDR, bei der 127 Menschen in einem S-Bahnzug am Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gelangten. Der Journalist hat Stasiakten entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Hartung, der früher als Stellwerksmeister am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet hatte, die Flucht eingefädelt haben soll. Hartung dementiert zunächst, ist aber nach Zahlung eines ordentlichen Honorars und ein paar Bieren bereit, die Geschichte zu bestätigen. Schließlich war er noch nie bedeutend, noch nie ein Held, und wenn es nun mal so in den Akten steht …

      Nur wenig später reißen sich die Medien um ihn, Hartung wird vom Bundespräsidenten empfangen, seine Geschichte soll Vorlage für ein Buch und einen Kinofilm werden. Hartungs Leben fühlt sich plötzlich traumhaft und leicht an.

      Doch dann trifft er Paula, sie war als Kind in jenem S-Bahnzug, der in den Westen umgeleitet wurde. Die beiden verlieben sich – und Hartung spürt, dass er einen Ausweg aus dem Dickicht der Lügen finden muss. Obwohl es dafür eigentlich schon zu spät ist.

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  • Februar
    • Angeles Donáte: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

      Angeles Donáte: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben. Knaur Tb 2017. 384 S.

      Eine Kette von Briefen soll verhindern, dass die Briefträgerin Sara aus dem spanischen Porvenir ihren Job verliert und das Dorf kein Postamt mehr hat. Wildfremde schreiben plötzlich Briefe, was nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das der meist willkürlich ausgewählten Empfänger verändert.

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    • Im Kopf von Sherlock Holmes: Das Rätsel der skanalösen Eintrittskarte

      Erschienen bei Splitter 2021, 96 S.

      Alles ist gut in London, und das bedeutet, dass für den größten Detektiv aller Zeiten nichts gut ist – Sherlock Holmes langweilt sich zu Tode. Da erlöst ihn ein Klopfen an der Tür von seiner Qual: Dr. Fowler, ein Kollege Watsons, steht dort in Begleitung eines Officers, der ihn in der Nacht zuvor aufgegriffen hat, als Fowler, gekleidet in ein Nachthemd und mit einem Damenslipper an den Füßen, vollkommen verwirrt im East End umherirrte. Fowler kann sich an nichts erinnern, und Scotland Yard ist ratlos. Einzig ein seltsames Ticket für eine Theateraufführung am Vorabend, das sich bei Fowler anfindet, bietet einen Ansatzpunkt für die Ermittlungen…

      Treten Sie ein in den Geist des größten kriminalistischen Genies der Literaturgeschichte! Ein brandneuer Fall für Sherlock Holmes, den wir Leser nicht nur durch dessen Augen, sondern dank der brillanten künstlerischen Umsetzung von Benoit Dahan direkt aus seinem Gedankenpalast heraus verfolgen dürfen. Ein völlig neues Spiel beginnt!

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    • Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur

      Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur. Beck 2021, 288 S.


      "Februar 33" ist ein spannend erzählter Tatsachenbericht über deutsche Schriftsteller von Rang und Namen, für die Deutschland schon wenige Tage nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, am 30. Januar 1933, zu einem fremden Land und zu einem lebensgefährlichen Aufenthalt wurde.

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    • Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle

      Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle. Piper 2021. 112 S


      Auf einem Foto ist der Kölner Roy Paulsen in Amsterdam zu sehen, wo er aber nie war. Er ist verwirrt, macht sich auf die Suche nach dem Haus in Amsterdam. Er findet es und gerät in eine tödliche Auseinandersetzung.

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    • Elif Shafak: Das Flüstern der Feigenbäume

      Elif Shafak: Das Flüstern der Feigenbäume. Kein & Aber 2021. 495 S.

      Eine Zeit- und Liebesgeschichte von der geteilten Insel Zypern, auf der Griechen und Türken, die seit Jahrhunderten zusammen gelebt haben, plötzlich durch eine Mauer getrennt sind. Der Feigenbaum, der die Geschichte erlebt, wird in die Geschichte eingebunden.

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    • Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts

      Albert Vigoleis Thelen: Die Insel des zweiten Gesichts. List Tb. 2005 7. Auflage 2021 943 S.


      Albert Vigoleis Thelens herrlich barockes Hauptwerk über Schmuggler und Huren, Künstler und Bettler, zweifelhafte Emigranten und falsche Gentlemen: Mit schier unerschöpflicher Fabulierlust erzählt er von den Abenteuern seiner Helden Vigoleis und Beatrice im Mallorca der dreißiger Jahre.

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    • Marente de Moor: Phon

      'Phon' von Marente de Moor

      Nadja lebt seit knapp 30 Jahren mit ihrem Mann Lew in der Einsamkeit der westrussischen Wälder. Unverholen erzählt sie ihre verhängnisvolle Geschichte. Doch kann man ihr trauen? 'Phon' ist ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel. So sinnlich wie subtil dringt es in die dunklen Seiten der Natur des Menschen.

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    • Andrej Kurkow: Der wahrhaftige Volkskontrolleur
      Der wahrhaftige Volkskontrolleur' von Andrej Kurkow

      Es ist unglaublich, was Pawel Dobrynin erlebt, nachdem er unerwartet zum „Volkskontrolleur auf Lebenszeit für die ganze Sowjetunion“ gewählt wird. Auf seiner Reise durch die Sowjetunion begleitet ihn eine Vielzahl von schillernden Figuren: darunter der geheimnisvolle Kremlträumer, der Gedichte vortragende Papagei Kusma und ein Engel, der aus dem Paradies desertiert ist. Der Engel ist auf der Suche nach einem Gerechten, um mit ihm gemeinsam ins Paradies zurückzukehren, denn bislang ist noch kein einziger Sowjetbürger dort eingegangen …

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    • Ewald Arenz: Der große Sommer
      Ewald Arenz: Der große Sommer. DuMont 2021 320 S.


      Ein Sommer in den 1970er-Jahren: Friedrich muss die Ferien über bei seinem strengen Großvater auf eine Nachprüfung lernen. Bei einem nächtlichen Freibadbesuch lernt er Beate kennen und verliebt sich in sie. Zusammen mit seiner Schwester und seinem Freund erleben sie einen unvergesslichen Sommer.

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  • Januar
    • Edgar Selge: Hast du uns endlich gefunden

      Der Schauspieler erzählt in kleinen Kapiteln von seiner Kindheit, die stark von der Figur des Vaters geprägt ist, der die Stellung als Gefängnisdirektor bekleidet.

       

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    • Natascha Wodin: Nastjas Tränen

      Nach dem Zusammenbruch des Sowjetreichs konnte Nastja in dem wirtschaftlichen Chaos nicht überleben. Sie landet in Berlin und hat ein hartes Leben als Putzfrau und als ihr Visum abgelaufen ist, in der Illegalität. Aber eine neue Heimat findet sie nicht.

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    • Ambrose Parry: Die Tinktur des Todes

       

      Edinburgh, 1847: Als Medizinstudent Raven die Hure Evie ermordet auffindet, schwört er, den Fall aufzuklären; weitere Frauenleichen werden gefunden. An seinem Arbeitsplatz bei dem Geburtshelfer Dr. Simpson bringen ihn Betäubungsmittel auf die Spur - und zu Sarah ... Die Morde von Edinburgh, Teil 1.

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    • Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub

      Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim: Die vier pfiffigen Senior*innen haben eine analytische Vergangenheit und treffen sich jeden Donnerstag im Puzzlezimmer ihrer Seniorenresidenz, um ungelöste Kriminalfälle zu knacken. Doch dann bekommen sie einen Mord frei Haus geliefert. Die Mordclub-Serie, Band 1.

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    • Andrej Kurkow: Graue Bienen

      Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.

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    • James Gould-Bourn: Pandatage

      Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben. Danny Malooley hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ... Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht. Ein Roman voller Situationskomik, der rührend und saukomisch zugleich eine der liebenswertesten Vater-Sohn-Beziehungen in der Literatur beschreibt. Wer "About a Boy" mochte, wird dieses Buch lieben.

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    • Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse

      Kya lebt isoliert im Marschland von North Carolina und wird von den Stadtbewohnern als Marschmädchen bezeichnet. Als junge Frau verliebt sie sich in den attraktiven Chase, der dann aber nicht sie, sondern eine andere Frau heiratet. Ende Oktober 1969 wird die Leiche von Chase im Sumpf gefunden.

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