"Bücher zur Teezeit"

Jeden dritten Donnerstag im Monat im Café Naschkatze, Flechtdorfer Str. 1, 16.30 Uhr.

Fällt aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres aus.

Wird ab 24. April vorläufig in Form von Online-Videos weitergeführt.

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Presse-Echo 2013

 

Sechs Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein Lesebändchen, der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand.

"Lesebändchen", der Förderverein der Stadtbücherei Korbach  hat einen neuen Vorstand.

Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein „Lesebändchen“, der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand.

Fast genau 6 Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein "Lesebändchen", der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand.

Korbach. Die „Bücherei nicht totsparen!“ fordert der Verein „Lesebändchen“, der 2006 zur Unterstützung der Bücherei in Korbach gegründet wurde.

KORBACH. Die Korbacher Stadtbücherei soll nicht totgespart werden. Das fordert der Verein Lesebändchen, der 2006 zur Unterstützung der Bücherei gegründet worden war. Lesebändchen lehnt die in der jüngsten Finanzausschusssitzung empfohlenen Sparmaßnahmen in Bezug auf die Stadtbücherei als unverhältnismäßig ab.

KORBACH. Auf die Korbacher kommen umfangreiche Steuer- und Gebührenerhöhungen zu. Vereine, Einrichtungen und Initiativen sozialer und kultureller Art müssen sich in der Hause- und Kreisstadt auf Einschnitte einstellen.

Im Rahmen der interkulturellen Woche trat der Lyriker Nevfel Cumart im Bürgerhaus auf und traf mit seinen knappen, klar formulierten Gedichten den wunden Punkt beim Leben zwischen zwei Kulturen. Die Stadtbücherei Korbach und der Verein Lesebändchen laden zu einer musikalischen Lesung mit Antje und Martin Schneider ein: Am Montag, 28. Oktober, lesen Antje und Martin Schneider ab 19.30 Uhr klassische Texte über Nixen, Meerjungfrauen und andere Wasserwesen vor.

 

Andere Wege einschlagen

Quelle: HNA vom 17.05.2013

Artikel im PDF-Format

KORBACH. Sechs Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein Lesebändchen, der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist Ingo Hoppmann, neue Schriftführerin Sybille Hoppmann. Kassiererin Monika Barowsky gehört als einziges Mitglied des alten Vorstands auch dem neuen an. Beisitzerinnen sind Tanja Kroppen und Agnes Schmid-Balogh.

Der ausscheidende Vorsitzende Dr. Hartmut Wecker erläuterte, dass der 60 Mitglieder zählende Verein in den sechs Jahren mehr als 13 000 Euro zur Unterstützung der Bücherei erwirtschaftet habe. Darauf sei man sehr stolz.

Kooperationen geplant

„Wir werden uns verstärkt der Integration ausländischer Leseanfänger widmen und versuchen, mit der Berliner Schule und der Bücherei der Alten Landesschule zu kooperieren“, kündigte der neue Vorsitzende Hoppmann an. „Ich freue mich, mit dem gesamten neuen Vorstand auch andere Wege einzuschlagen.“

Der neue Vorstand will sich nach Hoppmanns Angaben dafür einsetzen, dass die Bücherei ein Aushängeschild für Korbach bleibt. „Dazu ist es aber nötig, dass die Öffnungszeiten erhalten bleiben und auch im Falle einer Grippewelle, wie dieses Jahr geschehen, die Bücherei verlässlich geöffnet hat.“ Aus eigener Erfahrung in der Kreispolitik wisse er, dass in wirtschaftlich schwieriger Zeit immer zuerst versuchte werde, an der Kultur zu sparen. Hoppmann: „Dass der Bücherei nicht Mittel oder Stellen gekürzt werden, wird ein Anliegen des neuen Vorstandes sein.“

Marie-Luise Lindenlaub erinnerte an Veranstaltungen und Aktionen. Sehr erfolgreich seien die Lesungen mit Prominenten aus Korbach und Umgebung gewesen sowie der Fotowettbewerb „Buchkind des Jahres“.

Das Baby-Begrüßungsprogramm soll künftig von der Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit Kinderarztpraxen durchgeführt werden, so dass dieser Bereich unserer Vereinsaktivität überflüssig wird“, sagte Lindenlaub. Das sei auch ein Grund, warum man sich für den Vorstandswechsel entschieden habe.

Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Dr. Hartmut Wecker, Lieselotte Snowdon, Marie-Luise Lindenlaub und Dieter Melzer bleiben im Verein beratend aktiv. Lindenlaub leitet weiterhin den Literaturgesprächskreis „Bücher zur Teezeit“ einmal monatlich im Café Fundus. (nit/aha)

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Die Förderer gehen neue Wege

Quelle: der-Diemel-Tipp vom 18.05.2013.

Artikel im PDF-Format

"Lesebändchen", der Förderverein der Stadtbücherei Korbach  hat einen neuen Vorstand.  Ingo Hoppmann hat den Vorsitz inne.  Schriftführerin wurde Sibylle Hoppmann. Die Kasse verwaltet Monika Barowsky weiterhin und Beisitzerinnen sind Tanja Kroppen und Agnes Schmid-Balegh. In seinem Rechenschaftsbericht erläuterte der scheidende Vorsitzende Dr. Hartmut Wecker mit Stolz, dass der rund 60 Mitglieder zählende Verein in den vergangenen sechs Jahren mehr als 13.000 Euro zur Unterstützung der Korbacher Stadtbücherei erwirtschaftet habe. Die ebenfalls ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Lieselotte Snowdon, Marie-Luise Lindenlaub und Dieter Melzer wollen sich weiterhin im Verein aktiv engagieren. Der neue Vorsitzende Ingo Hoppmann kündigt neue Wege zu gehen an: „Wir werden uns verstärkt der Integration ausländischer Leseanfänger widmen und versuchen, mit der Berliner Schule in Korbach und der Bücherei der Alten Landesschule zu kooperieren". „Ich freue mich", so Hoppmann, „mit dem gesamten neuen Vorstand auch andere Wege einzuschlagen".

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Neue Köpfe haben neue Ideen

Quelle: HNA am 24.05.2013.

Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein „Lesebändchen“, der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand.

Vorsitzender ist jetzt Ingo Hoppmann, zur Schriftfiihrerin wurde Sybille Hoppmann gewählt, das Amt der Kassiererin behielt Monika Barowsky, die als einziges Mitglied des alten Vorstands auch dem neuen Vorstand angehört. Beisitzerinnen sind Tanja Kroppen und Agnes Schmid-Balogh.

In seinem Rechenschaftsbericht erläuterte der ausscheidende Vorsitzende Dr. Hartmut Wecker, dass der rund 60 Mitglieder zählende Verein in den vergangenen sechs Jahren mehr als 13 000 Euro zur Unterstützung der Korbacher Stadtbücherei erwirtschaftet habe. Darauf sei man sehr stolz.

An einige Veranstaltungen und Aktionen des Vereins erinnerte Marie-Luise Lindenlaub. Sehr erfolgreich seien die Lesungen mit prominenten Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Korbach und Umgebung gewesen, bei denen diese ihre Lieblingsbücher bzw. Autoren vorstellten, außerdem der Fotowettbewerb „Buchkind des Jahres“. Auch zahlreiche Autorénlesungen sorgten in Kooperation mit der Stadtbücherei oder dem Museum für viele Zuschauer.

Das Baby-Begrüßungsprogramm soll künftig von der ‚Stiftung Lesen‘ in Zusammenarbeit mit Kinderarztpraxen durchgeführt werden, sodass dieser Bereich unserer Vereinsaktivität überflüssig wird“, erläuterte Marie-Luise Lindenlaub. „Das war einer der Gründe, weshalb wir uns im Vorstand für einen Wechsel entschieden haben. Außerdem haben neue Köpfe auch neue Ideen und die kann ein Verein immer brauchen“, sagte sie.

Literaturgesprächskreis

Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Dr. Hartmut Wecker, Lieselotte Snowdon, Marie-Luise Lindenlaub und Dieter Melzer werden im Verein aktiv bleiben und ihn bei Bedarf unterstützen. Marie-Luise Lindenlaub wird den beliebten Literaturgesprächskreis „Bücher zur Teezeit“, der einmal monatlich im Café Fundus in Korbach stattfindet, auch weiterhin leiten.

Wie der neue Vorsitzende Ingo Hoppmann berichtete, hat der Vorstand in seiner ersten Sitzung bereits Ideen für die zukünftige Arbeit entwickelt. „Wir werden uns verstärkt der Integration ausländischer Leseanfänger widmen und versuchen, mit der Berliner Schule in Korbach und der Bücherei der Alten Landesschule zu kooperieren. Ich freue mich darauf, mit dem gesamten neuen Vorstand auch andere Wege einzuschlagen“, so Hoppmann,

Der neue Vorstand will sich dafür einsetzen, dass die Bücherei auch in Zukunft eine hohe Ausstrahlung als Aushängeschild für Korbach entfalten kann. „Dazu ist es aber nötig, dass die Öffnungszeiten erhalten bleiben und auch im Falle einer Grippewelle, wie dieses Jahr geschehen, die Bücherei verlässlich geöffnet hat“, betonte Hoppmann.

Leider wisse er aus eigener Erfahrung in der Kreispolitik, dass in wirtschaftlich schwieriger Zeit immer zuerst versucht werde, an der Kultur zu sparen. Dass der Bücherei nicht Mittel oder Stellen gekürzt werden, werde ein Anliegen des neuen Vorstandes sein.

In einer der nächsten Vorstandssitzungen wird der Verein „Lesebändchen“ zusammen mit der Büchereileiterin Heynck spannende Themen für Veranstaltungen zusammenstellen. „Ich kann mir auch gut vorstellen“, so die alte und neue Kassiererin Monika Barowsky, „auch mal tagesaktuelle Themen in der Bücherei aufzugreifen“. (r)

 

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Lesebändchen

Quelle: Korbacher Bote vom 01.06.2013

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Fast genau 6 Jahre nach seiner Gründung erhielt der Verein "Lesebändchen", der Förderverein der Stadtbücherei Korbach, einen neuen Vorstand.

Der rund 60 Mitglieder zählende Verein hat in den vergangenen sechs Jahren mehr als 13. 000 Euro zur Unterstützung der Korbacher Stadtbücherei erwirtschaftet. Sehr erfolgreich sind die Lesungen prominenter Bürgerinnen und Bürger aus Korbach und Umgebung‚bei denen diese ihre Lieblingsbücher bzw. Autoren vorstellen. Auch Autorenlesungen haben viel Zulauf.

„Wir werden uns in Zukunt verstärkt der Integration ausländischer Leseanfänger widmen und versuchen, mit der Berliner Schule in Korbach und der Bücherei der Alten Landesschule zu kooperieren“, so der neue Vorstand

Der neue Vorstand will sich auch dafür einsetzen, dass die Bücherei in Zukunft ein Aushängeschild für Korbach ist und bleibt.

 

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Finanzklemme

Quelle: HNA vom 28.09.2013

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Korbach. Die „Bücherei nicht totsparen!“ fordert der Verein „Lesebändchen“, der 2006 zur Unterstützung der Bücherei in Korbach gegründet wurde.

Die während der Finanzausschusssitzung beschlossenen Sparmaßnahmen in Bezug auf die Stadtbücherei Korbach lehnt der Vorsitzende Ingo Hoppmann als unverhältnismäßig ab.

„So soll eine Stelle in der Bücherei wegfallen und eine Benutzungsgebühr von 10 Euro je erwachsenem Nutzer erhoben werden. Auf diese Weise wird eine vorbildliche Bücherei, die einen exzellenten Ruf weit über die Stadtgrenzen Korbachs hinaus hat, kaputt gespart“, zeigte sich Hoppmann enttäuscht.

„Wir haben im Vorfeld der Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses sowohl mit Bürgermeister Klaus Friedrich als auch mit Mitgliedern der Fraktionen Gespräche geführt, um eventuelle Mittelkürzungen zu verhindern. Immer wurde uns versichert“, so die Kassiererin im Vorstand, Monika Barowsky, „dass so weitreichende Maßnahmen, wie jetzt durch den Finanzausschuss beschlossen, nicht kommen würden. Im schlimmsten Fall wollten die Verantwortlichen entweder eine Stelle mit einem Azubi besetzen oder aber eine Nutzungsgebühr einführen.“

Ingo Hoppmann: „30.000 Euro Kürzungen stellen einen unverhältnismäßigen Betrag für die Bücherei dar. Bei der Bücherei wird in unzumutbarer Weise gekürzt.“ Der Verein plant nun einen Protest vor dem Rathaus am 1. Oktober.

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Lesebändchen ruft zu Protest auf

Quelle: HNA vom 30.09.2013

Artikel im PDF-Format
KORBACH. Die Korbacher Stadtbücherei soll nicht totgespart werden. Das fordert der Verein Lesebändchen, der 2006 zur Unterstützung der Bücherei gegründet worden war. Lesebändchen lehnt die in der jüngsten Finanzausschusssitzung empfohlenen Sparmaßnahmen in Bezug auf die Stadtbücherei als unverhältnismäßig ab. So solle laut Stadt eine Stelle wegfallen und eine Benutzungsgebühr von zehn Euro je erwachsenem Nutzer erhoben werden.

„Auf diese Weise wird eine vorbildliche Bücherei, die einen exzellenten Ruf weit über die Stadtgenzen Korbachs hinaus hat, kaputtgespart“, zeigte sich Vorsitzender Ingo Hoppmann enttäuscht.

„Wir» haben vor der Entscheidung des Finanzausschusses mit Bürgermeister Klaus Friedrich als auch mit Mitgliedern der Fraktionen gesprochen, um Mittelkürzunrgen zu verhindern. Immer wurde uns versichert, dass so weitreichende Maßnahmen nicht kommen würden“, sagte Kassiererin Monika Barowsky.

„30 000 Euro Kürzungen stellen einen unverhältnismäßigen Betrag für die Bücherei dar“, ergänzte Hoppmann. Dort werde „in unzumutbarer Weise gekürzt“. „Die Verantwortlichen verstehen nicht, dass kürzere Öffnungszeiten und eine Nutzergebühr nicht zusammenpassen“, sagte Schliftführerin Sybille Hoppmann. Aus anderen Büchereien sei bekannt, dass die Nutzerzahlen bei Einführung einer Gebühr gesunken seien. Dort sei die Gebühr zurückgenommen worden.

Ort für Lesung und Kabarett

Der Verein Lesebändchen ruft für den morgigen Dienstag ab 18 Uhr zum Protest vor dem Rathaus auf. „Für die Abgeordneten organisieren wir gern Führungen, damit sie sich ein Bild über die Arbeit der Bücherei machen können“, sagte Hoppmann weiter. Die Bücherei leiste für Korbach mehr: Sie kümmere sich um die Integration ausländischer Schüler, verhelfe Erstlesern zur Vertiefung ihrer Fähigkeiten und organisiere Kultur in Form von Lesungen und Kabarett. (nh/ber)

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Giftliste wird wirksam

Quelle: HNA vom 03.10.2013

VON ANDREAS HERMANN

KORBACH. Auf die Korbacher kommen umfangreiche Steuer- und Gebührenerhöhungen zu. Vereine, Einrichtungen und Initiativen sozialer und kultureller Art müssen sich in der Hause- und Kreisstadt auf Einschnitte einstellen. Eine Reihe von Zuschüssen wird gekürzt oder gar gestrichen (wir berichteten ausführlich).

Mit großer Mehrheit hat die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend das Haushalts-Sicherungskonzept 2013/2014 beschlossen. Nach rund dreistündiger Debatte, in der über viele der mehr als 100 Konsolidierungsvorschläge plus die Anderungsanträge der Fraktionen einzeln abgestimmt wurde, wurde das Gesamtpaket unter Dach und Fach gebracht. Gegen das Konzept stimmten drei Stadtverordnete: Kai Schumacher, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Republikaner Hans-Georg Münch und die fraktionslose Doris ]auer.

„ Unangenehme Pflicht“

SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Dörflinger sprach angesichts der Erhöhungen und Kürzungen von einer unangenehmen Pflicht. Man müsse den Handlungsspielraum der Stadt zurückgewinnen und für nachfolgende Generationen bewahren. Er vermutete, dass dies leider nicht die letzten „massiven Eingriffe in bestehende Haushaltsstrukturen“ seien. Für den Etat 2014 kündigte er einen SPD-Antrag zur Kürzung von Sach— und Dienstleistungen der Verwaltung in Höhe von 500 000 Euro an.

„Wir haben uns in vergangenenjahren zu viel geleistet“, meinte CDU-Fraktionschef Heinz Merl. Freiwillige Leistungen seien ausgebaut, manche erst geschaffen worden. Mit Blick auf die Kürzungen bei Museum und Bücherei plädierte er für eine behutsame Vorgehensweise.

FW-Fraktionsvorsitzender Kai Schumacher kritisierte die mangelnde Finanzausstattung der hessischen Kommunen. Diese müssten deshalb stets ihre Bewohner zur Kasse bitten, aber das Drehen an der Abgaben- und Steuerschraube müsse ein Ende haben. Daher lehne er persönlich das Konsolidierungskonzept ab. Schumacher: „Das ist nicht fair. Das mache ich nicht mit.“

Auf der Ausgabenseite habe die Stadt über ihre Verhältnisse gelebt, sagte Grünen-Fraktionschef Dr. Peter Koswig. Die „Giftliste“ sei zum Teil unausgewogen, weil sie Vereine, Kultur und Soziales besonders treffe. Der Spareffekt sei oft gering, der Schaden könne aber dennoch groß sein.

„In sauren Apfel beißen"

„Das ist fiir mich persönlich die bescheidenste Sitzung, seit ich Stadtverordneter bin“, erklärte FDP-Fraktionschef Arno Wiegand. Aber angesichts der städtischen Finanzlage bleibe nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen.

Helmut Schmidt (SPD) appellierte an die Parlamentskollegen, der Verantwortung gerecht zu werden. Er bat sie — unter Verweis auf den Protest des Vereins Lesebändchen — darum, nicht alles in Frage zu stellen, weil sich einzelne Betroffene zu Wort melden.

Doris Jauer indes lehnte das Konsolidierungskonzept ab. Es könne nicht sein, dass die Stadt sich wieder Geld hole, um es wieder ausgeben zu können. Sie vermisse unternehmerisches Denken, initisierte die Fraktionslose.

Das wurde noch geändert

Sportlerehrung ist vom Tisch

  • Sportlerehrung: Laut Konsolidierungsvorschlag sollte sie nur noch alle zwei jahre stattfinden, auf SPD-Antrag wurde sie per Mehrheitsbeschluss ganz gestrichen, Minderausgabe/Jahr: 12 000 Euro
  • Louis-Peter-Schule: im Ausschuss wurde die Streichung des Zuschusses für die Sozialarbeit (17 500 Euro) empfohlen, im Stadtparlament aber per Mehrheitsbeschluss verhindert
  • Frauenhaus: Zuschuss (3000 Euro) wird nicht um 30 Prozent, sondern per Mehrheitsbeschluss um zehn Prozent gekürzt

Sonstige wichtige und unveränderte Beschlüsse:

  • Grundsteuer B (bebaute/bebaubäre Grundstücke): Hebesatz steigt von 300 auf 385 von 100: Mehreinnahme/jahr: 794 000 Euro
  • Gewerbesteuer: Hebesatz steigt von 350 auf 385 von 100: erwartete Mehreinnahme/Jahr: 1,1 Millionen Euro
  • Parkgebühren: Mehreinnahme/Jahr: 70 000 Euro
  • Sitzungsgeld Stadtverordnete/Magistratsmitglieder: wird um drei auf 15 Euro reduziert, Minderausgabe/Jahr: 5700 Euro

 

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Spagat zwischen drinnen und draußen

Quelle: HNA vom 05.10.2013

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Im Rahmen der interkulturellen Woche trat der Lyriker Nevfel Cumart im Bürgerhaus auf und traf mit seinen knappen, klar formulierten Gedichten den wunden Punkt beim Leben zwischen zwei Kulturen.

VON ARMIN HENNIG

Korbach. Lebensnähe ist die Stärke in der Lyrik Nevfel Cumarts. Und mit seinem Talent, auch den ernsthaftesten Situationen eine heitere oder ironische Seite abzugewinnen, schenkte er allen Anwesenden einen kurzweiligen Abend mit bezeichnenden Einsichten.

„Fragen Sie ruhig, niemand kann mich aus dem Konzept bringen, ich habe keins", animierte der deutsch—türkische Lyriker schon zu Beginn seiner heiteren Personality-Show mit ernstem Hintergrund die Zuhörer zu Zwischenfragen. Die erste galt dem türkischen Anteil seiner Gedichte. Von 1600 seien gerade mal 20 auf Türkisch, antwortete er freimütig. Die deutsche Sprache sei eindeutig sein Arbeitsmaterial, auch wenn die Bildstärke sicherlich auf seine orientalischen Wurzeln zurückginge.

Sein frühes Gedicht von der Aufgabe des Brückenbauers zWischen den Kulturen, einer Aufgabe. die ihn zu zerreißen drohe, las er auf Deutsch und Türkisch. Die Hintergründe folgten eher Spontan im Verlauf des Abends.

Wir kamen mit Koffern voller Heimweh und Tränen für Jahre“, lautet ein bezeichnender Vers. Am meisten hatte der Mutter der Umzug in die Fremde zugesetzt, sie litt all die Jahre unter psychosomatischen Beschwerden, da ihr vertrautes Umfeld weggebrochen war und aufgrund der traditionellen Rollen
verteilung mit der Konzentration auf den häuslichen Bereich auch kein neuer Bekanntenkreis aufgebaut werden konnte.

Kindheit und Jugend waren geprägt von der alltäglichen Reise in die Türkei und zurück, denn die Eltern zeigten das typische Diaspora-Verhalten: Im eigenen Haus sollte alles so sein wie zu Hause — für den jungen Nevfel gleichbedeutend mit dem alltäglichen Spagat, den Eltern daheim alles recht zu machen und bei den Altersgenossen draußen anzukommen.

Außergewöhnlich die schulische Karriere: Cumart war einer von drei Jungen an einem Mädchengymnasium und der erste Abiturient mit Migrationshintergrund in Stade, wo sein Vater bei den VAW als ungelernter Arbeiter das Geld verdiente.
„In dieser Phase haben mich meine Eltern . gewähren lassen“, lautete seine Antwort auf die Frage, ob sein Bildungsweg nicht zu Spannungen geführt habe. Entsetzte Reaktionen gab es eher seitens der Lehrerschaft, als er anschließend eine Lehre begann, um den Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich zu machen, dass es sich lohnt sich zu qua-
lifizieren, statt wie die Väter als ungelernte Arbeiter ans Band zu gehen.

„Ich habe mich nicht darum gerissen, Brückenbauer zu sein“, bekannte er. „Ich hatte mit 18 ein Magengeschwür von den vielfältigen Belastungen." Neben der Schule betrieb Nevfel Cumart ein intensives interkulturelles Engagement und fungierte bei Prozessen als Dolmetscher, der schon mal einen Gefühlsausbruch zugunsten des Angeklagten umdeuten musste.

Für zusätzlichen Stress sorgte die erste Liebe, eine geheim gehaltene Beziehung, da der Vater des Mädchens „keinen Türkenlump“ in seinem Haus haben wollte. Der nächste deutsche Schwiegervater ins spe hegte dagegen die Befürchtung, man wolle ihm seine Tochter mit 14 Kamelen abkaufen.

Dergleichen Vorurteile gehören inzwischen der Vergangenheit an, stattdessen wird er regelmäßig mit einem anderen Phänomen konfrontiert: Sobald seine türkische Herkunft zur Sprache kommt, verfallen seine Gesprächspartner unvermittelt ins rudimentäre Tarzan-Deutsch, würden ihn duzen und lauter sprechen: „Sie können normal mit mir reden“, ist seine Antwort auf dieses Verhalten.

Seitdem er eine Frau mit griechischen Wurzeln geheiratet hat, kommt der Dichter eher zu Lesungen in die Heimat seiner Eltern, denn die Urlaubsreisen mit der Familie führen regelmäßig zur Schwiegermutter nach Griechenland. Inzwischen hat sich die nächste Ironie des Alltags eingestellt. Die zwölfjährige Tochter, die gerade ihre Identität als Fränkin findet, hat keine Lust mehr zur alljährlichen Reise zur Oma.

„Es gibt drei Wege in die Mitte der Gesellschaft: erstens Bildung, zweitens Bildung und noch einmal "Bildung“, lautete das Fazit seiner persönlichen Erfolgsgeschichte gegen zahlreiche Widerstände. Seit seinen Zeiten als türkischer Ausnahmeabiturient hat sich in schulischer Hinsicht viel getan, die Zahl der Abiturienten mit Migrationshintergrund wächst ständig und gerade bei Unternehmen mit Engagement in der Türkei sind diese gut ausgebildeten Brückenbauer sehr gefragt.

Der Hauptgrund, warum der Abiturienten-Anteil immer noch verhältnismäßig gering ist, liegt bei der Heiratspolitik: Türkische Männer heiraten zu 95 Prozent ein Mädchen aus der Heimat, bei anderen Migranten ist die Quote niedriger, bei Polen z.B. nur 36 Prozent. Kinder mit türkischen Wurzeln haben in den meisten Fällen immer noch einen weiten Weg vor sich, selbst wenn sie nicht oder nicht mehr im selben Ausmaß gegen dieselben Widerstände ankämpfen müssen wie einst

Nevfel Cumart.

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Nixen und Geister

Quelle: HNA vom 21.10.2013

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KORBACH. Die Stadtbücherei Korbach und der Verein Lesebändchen laden zu einer musikalischen Lesung mit Antje und Martin Schneider ein: Am Montag, 28. Oktober, lesen Antje und Martin Schneider ab 19.30 Uhr klassische Texte über Nixen, Meerjungfrauen und andere Wasserwesen vor.

Wassergeister, insbesondere Wassernixen, sind keine Erfindung der Romantik. Sie geisterten schon viel früher durch die Mythen, Sagen und Märchen. In der Epoche der Romantik entdeckt man sie quasi neu: Die überlieferten Stoffe wurden literarisch neu gestaltet. Mit der fortschreitenden Zivilisation handeln die Undinen-Geschichten immer mehr von der Unvereinbarkeit von Natur und Fortschritt.

Die Textauswahl spannt sich vom bretonischen Märchen über die Grimm’sche Fassung der „Nixe im Teich“, Friedrich de la Motte-Fouquets „Undine“ bis zu Eduard Mörikes „Schöner Lau“, umspült von Wassermusik.

Martin Schneider wurde 1938 in Merseburg geboren. Er studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Halle und ist als Opernregisseur und Professor für Szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin
tätig.

Antje Schneider (]ahrgang 1946) absolvierte eine Buchhändlerlehre und arbeitete als Buch- und Musikalienhändlerin und beim Rundfunk.

Beide sind seit mehreren Jahren Autoren und Interpreten von literarisch-musikalischen Programmen. Schneiders gastierten bereits mit verschiedenen Programmen in Korbach.

Musikalisch wird die Lesung begleitet von Gabriele Müller, Klavier, und Elisabeth Büttner, Flöte. (mb/ber)

Service: Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten können in der Stadtbücherei Korbach und der Buchhandlung Urspruch erworben werden oder unter (05631) 53 246 vorbestellt werden.

 


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