"Bücher zur Teezeit"

Jeden dritten Donnerstag im Monat im Café Naschkatze, Flechtdorfer Str. 1, 16.30 Uhr.

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  • Unterstützung der Arbeit der Stadtbücherei
  • Leseförderung in Kindergärten und Schulen
  • Vorlesen und Gespräche in Senioreneinrichtungen
  • Bücher zur Teezeit, jeden 3. Donnerstag, ab 16:30 Uhr, Café Naschkatze, Flechtdorfer Straße 1
  • Betreuung der Büchertelefonzellen Am Berndorfer Tor
  • Lesungen und Vorträge im öffentlichen Raum

Wir halten Sie auf dieser Homepage natürlich auch über aktuelle Termine und Vorlesungen auf dem Laufenden.

Buchvorstellung April 2021

Isabel Bogdan: Laufen

von Marie-Luise Lindenlaub

Autor: Isabel Bogdan
Titel:Laufen
Erschienen:   Köln : Kiepenheuer & Witsch , 2019 - 1. Auflage - 199 Seiten
ISBN:978-3-462-00158-7
Preis:11,00 Euro
Einband:Taschenbuch


Eine Frau läuft um ihr Leben.

Sie läuft nicht vor irgendetwas davon, sie läuft, um ihr Leben wiederzufinden..

Vor fast zwei Jahren hat sie ihren Mann verloren. Er hat sich das Leben genommen“, „auf eigenen Wunsch aus dem Leben geschieden“. Ist „Selbstmord“ der richtige Begriff? Aber „Mord“ setzt heimtückische Motive voraus. „Freitod“ oder „Suizid“ sind korrekter, wie die Therapeutin erklärt.

Anfangs war sie gelähmt vor Trauer und Verzweiflung, bis ihre Freundin Rike ihr den Vorschlag macht, zu laufen: doppelt soviel Schritte ausatmen wie einatmen, lieber Schritte zählen statt nachzudenken, laufen bis zur Erschöpfung. Mit der Zeit werden die Strecken an der Alster länger und eine schmerzhafte Selbstreflexion beginnt beim Laufen.

Die Erzählerin spielt Bratsche in einem Orchester. Sie hat ein Gespür für Rhythmus-Wechsel oder Motivwiederholungen. Beim Laufen spürt sie den Veränderungen in ihrer Ehe nach. Erst war alles normal und schön, dann wurde ihr Partner lustlos, dann depressiv, verzweifelte am Schluss endgültig und sah keinen Weg aus dieser Katastrophe. Und sie hat die Schwere der Situation nicht erkannt. Die Gedanken kommen und gehen beim Laufen. War sie schuldig am Suizid? Was hätte sie ändern können? Warum hat sie den Ernst der Lage nicht erkannt? Am Anfang der Trauer gab es nur ihren Mann: das eine Bett, seine Schlafanzüge, die sie nun trägt, um ihm nahe zu sein, die Schwiegereltern, die mit ihr überhaupt nichts zu tun haben wollen...

Doch praktisch, ohne dass sie es merkt, kommen freundliche Erinnerungen. Ganz starke Stützen und Hilfen kommen von Freundin Rike und Therapeutin Mohl, die aber nur in dem einen oder anderen Satz am Rande vorkommen. Und ganz zum Schluss darf der Leser/die Leserin den Namen des Mannes wissen, denn jetzt ist es nicht mehr der tote, sondern der in Erinnerung lebende Johann.

Es ist erstaunlich, wie die Autorin ihre Leserinnen und Leser über 200 Seiten bei der Stange halten kann. Der Roman besteht aus einem inneren Monolog. Ein Gespräch kommt nur einmal kurz in der Mitte vor.

Entstanden ist ein starkes Trauer- und Trostbuch über die Heilungskräfte des Lebens.

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